Bolivien stoppt Lithium-Projekt mit Firma aus Baden-Württemberg

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 Der blaue Himmel über dem Salzee von Uyuni: Die baden-württembergische Firma ACI hat 2018 ein Joint Venture mit dem Staatsunter
Der blaue Himmel über dem Salzee von Uyuni: Die baden-württembergische Firma ACI hat 2018 ein Joint Venture mit dem Staatsunternehmen YLB zur Lithiumgewinnung in Bolivien gegründet. (Foto: dpa)
Deutsche Presse-Agentur

Boliviens Regierung hat ein Joint Venture zur Lithiumgewinnung mit einem deutschen Unternehmen annulliert. Der Gouverneur des Departements Potosí erklärte am Sonntag (Ortszeit) laut der Nachrichtenagentur ABI, die Regierung von Präsident Evo Morales habe das Projekt per Dekret gestoppt.

Das deutsch-bolivianische Gemeinschaftsprojekt war erst vor einem Jahr ins Leben gerufen worden. Das im vergangenen Dezember in Berlin vereinbarte Joint Venture des Staatsunternehmens YLB und der baden-württembergischen Firma ACI Systems zielte darauf ab, Lithium aus dem Salzsee Uyuni zu gewinnen.

Rohstoff wird zur Produktion von Batterien für Elektroautos benötigt

Eine Begründung für den Rückzieher der Regierung wurde nicht bekanntgegeben. Im Departement Potosí, in dem der Salzsee liegt, war es zu Protesten gegen das Projekt gekommen, weil die lokale Bevölkerung nach Ansicht der Demonstranten keinen guten Schnitt gemacht hätte.

Förderbeginn wäre 2022 gewesen

Im Salzsee Uyuni werden die weltweit größten Lithium-Vorkommen vermutet. Der Rohstoff wird unter anderem zur Produktion von Batterien für Elektroautos benötigt. Dem Abkommen zufolge sollte YLB 51 Prozent der Anteile am Joint Venture halten.

Geplant war von 2022 an eine Förderung von 30.000 bis 40.000 Tonnen Lithiumhydroxid im Jahr, mit Investitionen von 300 bis 400 Millionen Euro. Damit ließen sich Hunderttausende E-Autos mit Lithium-Batterien ausstatten.

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