BMW verbucht 2008 drastischen Ergebniseinbruch

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Deutsche Presse-Agentur

Die Finanz- und Absatzkrise hat dem Autobauer BMW im vergangenen Jahr kräftig die Bilanz verhagelt. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach im Vergleich zum Vorjahr von 4,2 Milliarden auf 921 Millionen Euro ein.

Das teilte das Unternehmen am Donnerstag in München mit. Unterm Strich verdienten die Münchner nur noch 330 Millionen Euro nach 3,13 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Umsatz ging wie bereits mitgeteilt um fünf Prozent auf knapp 53,2 Milliarden Euro zurück. An der Börse wurden die Nachrichten schlecht aufgenommen. Die Aktie verlor zwischenzeitlich knapp sieben Prozent auf 21,40 Euro.

Grund für die Einbrüche waren unter anderem die schwachen Gebrauchtwagenpreise. BMW erhält derzeit für zurückkehrende Leasingfahrzeuge bei weitem nicht den kalkulierten Restwert und muss dafür Geld zur Seite legen. Hinzu kamen Kreditausfälle und Aufwendungen von rund 450 Millionen Euro für den Abbau einiger tausend Arbeitsplätze. Ende Dezember beschäftigte BMW weltweit rund 100 000 Mitarbeiter. Im Vorjahr waren es noch gut 107 000 gewesen. In Summe musste der Autobauer damit Belastungen von fast 2,5 Milliarden Euro stemmen.

Die Aktionäre müssen sich nun auf eine deutlich kleinere Ausschüttung einstellen. Geplant sei, je Stammaktie 30 Cent und je Vorzugsaktie 32 Cent zu zahlen, hieß es. Im vergangenen Jahr hatte die Ausschüttung noch bei 1,06 beziehungsweise 1,08 Euro je Aktie gelegen. Über die Dividende sollen die Aktionäre auf der Hauptversammlung am 14. Mai abstimmen.

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