Bericht: Bahn will neue Pünktlichkeitsrechnung einführen

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Die Bahn will laut „Bild am Sonntag“ künftig zusätzlich betrachten, ob Fahrgäste mit ihrem IC oder ICE mehr oder weniger als 15 Minuten verspätet am Ziel eintreffen. (Foto: Lino Mirgeler / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Die Deutsche Bahn will laut „Bild am Sonntag“ eine neue Pünktlichkeitsrechnung für Züge im Fernverkehr einführen. Demnach soll von diesem Montag an zusätzlich betrachtet werden, ob Fahrgäste mit ihrem IC oder ICE mehr oder weniger als 15 Minuten verspätet am Ziel eintreffen.

„Mit eingerechnet werden dabei nicht nur ausfallende Züge, sondern auch, ob der Anschluss erwischt wurde oder ob ein späterer Ersatzzug fuhr“, heißt es in dem Bericht. Die Deutsche Bahn wollte den Bericht am Sonntag nicht kommentieren.

Die Bahn wertet ihre Züge bis zu einer Verspätung von weniger als sechs Minuten als pünktlich. Der Zeitung zufolge soll diese Statistik zusätzlich weitergeführt werden. Danach erreichten im Jahresdurchschnitt nur 74,9 Prozent der ICE, IC und EC ihre Ziele pünktlich, wie die Bahn im Januar mitgeteilt hatte. Das war der schlechteste Wert seit 2015. In den zurückliegenden zehn Jahren erreichte die Bahn 2009 die höchste Pünktlichkeit mit 81,2 Prozent. Am schlechtesten lief es im Jahr 2010 mit 72,4 Prozent.

Die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, Anke Rehlinger (SPD), forderte von der Bahn bessere Planung und Logistik, mehr Züge und Personal und bessere Informationen für Fahrgäste, wie sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ sagte. „Statistik macht noch keinen Zug pünktlicher.“ Der FDP-Politiker Oliver Luksic sprach laut RND von einer „dreisten und peinlichen Trickserei“.

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