Beispielloser Einbruch bei den Industrieumsätzen

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Deutsche Presse-Agentur

Die Umsätze der deutschen Industrie sind zum Ende vergangenen Jahres in bislang beispielloser Weise eingebrochen. Im Dezember 2008 gingen die Erlöse im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12,6 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden berichtete.

Einen derartigen Einbruch habe es seit der Wiedervereinigung noch nicht gegeben. Die Finanz- und Wirtschaftskrise hatte bereits im Oktober (-3,2 Prozent) und November (- 6,5 Prozent) für einen deutlichen Rückgang der Umsätze gesorgt. Der bisherige Spitzenwert war nach dem Ende des Vereinigungsbooms im Februar 1993 mit einem Minus von 9,8 Prozent registriert worden.

Besonders hart getroffen wurden die Produzenten von Kraftwagen und ihre Zulieferer. Die realen Umsätze der Autoindustrie sanken im Dezember fast um ein Drittel (- 32,7 Prozent), wie das Amt berichtete. Auch der relativ stabile Maschinenbau musste ein Minus von 4 Prozent hinnehmen, während das Ernährungsgewerbe binnen Jahresfrist seine Umsätze sogar um 2,2 Prozent steigerte.

Besonders deutlich waren die Rückgänge im Geschäft innerhalb der Eurozone. Hier wurde im Dezember-Jahresvergleich ein Minus von 19,8 gemeldet. Im übrigen Ausland waren es 14 Prozent weniger und im Inland betrug das Minus 9,2 Prozent.

Erstmals seit fünf Jahren ging auch im Gesamtjahr 2008 der arbeitstagbereinigte Umsatz zurück, und zwar um 0,2 Prozent gegenüber 2007. Dabei verringerte sich das Geschäft mit dem Ausland etwas stärker als das im Inland.

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