BDI appelliert: Klimaziele auch in Krise verfolgen

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Deutsche Presse-Agentur

Die Wirtschaftskrise wird nach Einschätzung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) nicht zu weniger Anstrengungen beim Klimaschutz führen.

„Auch und gerade in der Rezession hält die deutsche Industrie an den Klimaschutzzielen fest“, sagte BDI-Präsident Hans-Peter Keitel anlässlich einer Veranstaltung des Verbandes zu diesen Themen. Klimaschutz und Wirtschaftswachstum ließen sich zum Vorteil beider verbinden. „Der Klimaschutz muss aber so ausgestaltet werden, dass er Anreize für nachhaltiges Wachstum setzt und fairen Wettbewerb sicherstellt.“

Nach einer vom BDI in Auftrag gegebenen McKinsey-Studie lassen sich die schädlichen Treibhausgase im Zeitraum 1990 bis 2020 um 30 Prozent auch bei Festhalten am beschlossenen Atomausstieg verringern. Zwei Drittel der Maßnahmen könnten sogar mit bekannter und weitgehend serienreifer Technik realisiert werden. Dies gelte zum Beispiel bei Investitionsanreizen für Wärmeisolierungen an Wohngebäuden.

Dagegen seien mehr als 40 Prozent Minderung der Emissionen bis 2020 nur möglich, wenn es zu längeren Atommeiler-Laufzeiten sowie bis 2030 zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (CO2) aus Kohlekraftwerken käme. Deutschland hat zugesagt, mindestens 30 Prozent der schädlichen Treibhausgase zu senken und 40 Prozent, wenn sich weitere große Länder an solchen Maßnahmen beteiligen.

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