Baumaschinenhändler Zeppelin steigert Umsatz und Gewinn

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Greifarme von Baggern des amerikanischen Konzerns Caterpillar: Zeppelin hat mit dem Vertrieb der US-Maschinen einen neuen Umsat
Greifarme von Baggern des amerikanischen Konzerns Caterpillar: Zeppelin hat mit dem Vertrieb der US-Maschinen einen neuen Umsatzrekord erwirtschaftet. (Foto: Justin Sullivan)
Ressortleiter Wirtschaft

Es läuft gut für die Unternehmen der Baumaschinenindustrie: Nach dem oberschwäbischen Baumaschinenbauer Liebherr hat auch der Friedrichshafener Baumaschinenhändler Zeppelin das Geschäftsjahr 2017 mit einem Rekordumsatz abgeschlossen. Der Konzern, der zur Zeppelin-Stiftung und damit der Stadt Friedrichshafen gehört, steigerte seinen Umsatzz um 390 Millionen Euro oder 17 Prozent auf nun 2,75 Milliarden Euro. Das schreibt das Unternehmen, das die Zahlen am Freitagvormittag in Friedrichshafen vorstellen will, in der aktuellen Ausgabe seines Mitarbeitermagazins.

Der operative Gewinn stieg um 7,4 Prozent auf 108 Millionen Euro (Vorjahr 100,6 Millionen Euro), der Gewinn vor Steuern wuchs um 8,8 Prozent auf 93,5 Millionen Euro (Vorjahr 85,9 Millionen Euro). Zeppelin vertreibt exklusiv in Deutschland und Westeuropa sowie in Osteuropa und Zentralasien die Baumaschinen des US-amerikanischen Herstellers Caterpillar.

Neun Prozent über dem Plan

Die Umsatzplanung übertraf Zeppelin damit um neun Prozent. „Neben einer Reihe von Akquisitionen haben insbesondere günstige Rahmenbedingugen an den für Zeppelin relevanten Märkten das Wachstum begünstigt“, heißt es bei dem Unternehmen. Der Geschäftsbereich Baumaschinen Europa wuchs um acht Prozent auf einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro, das Vorsteuerergebnis der Sparte um 23 Prozent auf 52 Millionen Euro. Nach einer Erholung des Minengeschäfts – in den vergangenen Jahren litt Zeppelin insbesondere durch die Krise auf den Rohstoffmärkten - legte der Umsatz in der Sparte Baumaschinen Osteuropa um 44 Prozent auf 430 Millionen Euro zu. Das Unternehmen spürte insbesondere eine höherer Nachfrage nach Minenfahrzeugen in Russland und der Ukraine.

Anlagenbau in Friedrichshafen macht 25 Prozent Plus

Der Geschäftsbereich Vermietung wuchs aufgrund der „robusten Konjunktur“ und kleineren Akquisitionen um 18 Prozent auf 385 Millionen Euro, das Vorsteuerergebnis stieg um 17 Prozent auf 27 Millionen Euro. Die Sparte Power Systems erreichte einen Umsatzplus von 14 Prozent, erwirtschaftete damit Erlöse in 351 Millionen Euro und steigerte ihr Ergebnis um fünf Prozent auf 20 Millionen Euro. Der in Friedrichshafen beheimatete Sparte Anlagenbau – der Sitz des Konzerns ist in München – erlöste Umsätze von 326 Millionen Euro, das ist ein Plus von 25 Prozent gegenüber 2016. Aufrund der Abrechnung margenschwacher Großaufträge ging das Vorsteuerergebnis allerdings auf 5,7 Millionen Euro zurück.

Am Tag zuvor hatte bereits der oberschwäbische Mischkonzern Liebherr, der mehr als die Hälfe seines Umsatz mit Baumaschinen erwirtschaftet, Rekordzahlen gemeldet. Der Umsatz stieg um 9,3 Prozent auf den für Liebherr neuen Rekord von 9,845 Milliarden Euro. Der operative Gewinn legte bei dem in Kirchdorf an der Iller gegründeten Unternehmen um 49 Prozent auf 609 Millionen Euro zu.

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