Bank HBOS macht Verlust von zehn Milliarden

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Deutsche Presse-Agentur

Die britische Bank HBOS, die kürzlich von der Konkurrenz Lloyds TSB gerettet werden musste, ist tiefer als erwartet in die roten Zahlen gestürzt.

Die Bank habe im vergangenen Jahr voraussichtlich einen bereinigten Vorsteuerverlust von zehn Milliarden Pfund (11,2 Mrd. Euro) gemacht, teilte die neue Lloyds Banking Group am Freitag in London mit. Das seien 1,6 Milliarden Pfund mehr als ursprünglich angenommen. Die Aktien der neu geformten Banking Group brachen nach der Mitteilung zeitweise um rund 40 Prozent ein. Auf der Lloyds-Seite wird für das Jahr bis Ende Dezember 2008 ein Vorsteuergewinn von 1,3 Milliarden Pfund erwartet.

Grund für den Verlust bei HBOS (Halifax Bank of Scotland) seien der Werteverfall der Anlagen und Abschreibungen von sieben Milliarden Pfund. Lloyds hatte HBOS im vergangenen Herbst übernommen. 2007 hatte HBOS noch einen Gewinn von 5,7 Milliarden Pfund gemacht. Die Lloyds Banking Group, an der der Staat mit 43 Prozent beteiligt ist, stellt am 27. Februar ihre Jahreszahlen vor.

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