Bahn muss ICE-Achsen in "großem Stil" austauschen

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Deutsche Presse-Agentur

Die Deutsche Bahn muss bei einem Teil ihrer Hochgeschwindigkeitszüge einem Zeitungsbericht zufolge in „großem Stil“ Achsen austauschen. Das sagte Bahnchef Hartmut Mehdorn der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

„Die Industrie, allen voran Siemens, ist jetzt gefordert, möglichst rasch ein Austauschprogramm zu erarbeiten. Wir dürfen im Interesse unserer Kunden keinerlei Zeit mehr verlieren“, wird Mehdorn zitiert. Laut der Zeitung können die ICE-Züge nicht bereits in diesem Monat wieder normal fahren. Nach Einschätzung von nicht genannten Bahn-Experten könnten Kosten im mehrstelligen Millionenbereich entstehen.

Im vergangenen Jahr hatte der Konzern millimetertiefe Risse an mehreren ICE-Zugachsen festgestellt. Deshalb wurde die ICE-T-Flotte vorübergehend fast komplett aus dem Verkehr gezogen. Die Achsen werden nun wie beim ICE-3 alle 30 000 Kilometer per Ultraschall auf Schäden kontrolliert. Die Überprüfungen der Züge führten über längere Zeit hinweg zu Einschränkungen im Bahnverkehr und brachten die Fahrpläne durcheinander. Mancher ICE fuhr nur mit halber Länge. Die Zeitung zitiert einen Bahnsprecher mit den Worten, mit einer Normalisierung des Fahrplanes sei nicht vor Juni zu rechnen.

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