Bahn-Gewerkschaften beraten über Warnstreiks

Lesedauer: 2 Min
Deutsche Presse-Agentur

Bei der Deutschen Bahn AG rücken Warnstreiks näher. Am Ende eines Marathons bei den Tarifverhandlungen in Frankfurt lagen in der Nacht zum Freitag die Vorstellungen von Arbeitgeber und Gewerkschaften noch sehr weit auseinander.

Das berichteten Sprecher der Gewerkschaften Transnet und GDBA. Die Organisationen haben gemeinsam mit der Bahn bis kurz vor Mitternacht verhandelt und für den heutigen Freitag ihre Tarifkommission nach Frankfurt einberufen, die über die Ergebnisse und eventuelle Warnstreiks beraten soll.

In der zweiten Verhandlungsrunde mit der Deutschen Bahn AG habe sich zu wenig bewegt, berichtete der Vertreter der GDBA. Es sei allerdings auch nicht von einem kompletten Scheitern der Tarifverhandlungen auszugehen. Nach wie vor seien Warnstreiks eine Option, meinte der Sprecher. Entscheidungen würden aber erst von der Kommission am Freitag gefällt. Die Gespräche mit der Bahn sollen am Mittwoch kommender Woche fortgesetzt werden.

Bei den Verhandlungen, die von der Bahn am Donnerstag parallel auch mit der konkurrierenden Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) geführt wurden, ging es wesentlich um die Arbeitsbedingungen der rund 150 000 Tarifbeschäftigten der Bahn. Freizeit soll für die Bahner besser planbar werden, hatten die Arbeitnehmervertreter verlangt.

Die Gewerkschaften hatten am Donnerstag das aufgestockte Angebot der Bahn AG als ungenügend kritisiert. Beim Entgelt hatte der staatseigene Verkehrskonzern nicht nachgelegt, sondern war bei Steigerungen um jeweils 1 Prozent für die Jahre 2009 und 2010 plus Einmalzahlungen geblieben. Die GDL fordert 6,5 Prozent mehr, Transnet und GDBA sogar 10 Prozent.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen