BA: Keine Anzeichen für Massenentlassungen

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Deutsche Presse-Agentur

Trotz der schweren Wirtschaftskrise sieht die Bundesagentur für Arbeit (BA) derzeit keine Anzeichen dafür, dass Unternehmen massenhaft Entlassungen planen.

BA-Vorstand Raimund Becker sagte der „Berliner Zeitung“ (Samstag): „Solche Signale sind bislang erfreulicherweise in größerem Umfang nicht zu erkennen. Eher ist das Gegenteil der Fall: Die Unternehmen versuchen, in der Krise ihr Personal festzuhalten.“

Die Arbeitgeber wüssten, dass sie nach der Krise wieder qualifiziertes Personal brauchen. Daher nutzten die Firmen jetzt die verbesserten Möglichkeiten der Kurzarbeit, um das Stammpersonal zu halten. Die wenigsten Betriebe würden im Zuge der Kurzarbeit Arbeitsausfälle über längere Zeit anmelden, sagte Becker: „Das ist ein weiterer positiver Aspekt in der ganzen Krise, weil eben nicht flächendeckend Produktion stillgelegt werden muss von Ausnahmen in der Autoindustrie abgesehen.“ Becker betonte: „Würde es mehr Zwangspausen über längere Zeiträume geben, wäre die Lage dramatischer.“

Die BA gehe davon aus, dass die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt 2009 um 332 000 auf 3,6 Millionen steigen werde, sagte Becker. Dabei sei berücksichtigt, dass die Konjunkturprogramme der Regierung den befürchteten Konjunktureinbruch abfedern würden. Becker warnte eindringlich vor Horrorszenarien für den Arbeitsmarkt.

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