Arbeitsstab zur Rettung der US-Autoindustrie

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Deutsche Presse-Agentur

US-Präsident Barack Obama hat wie angekündigt am Freitag einen hochrangig besetzten Arbeitsstab („task force“) zur Rettung der US-Autoindustrie eingesetzt.

Unter der Führung von US-Finanzminister Timothy Geithner und Obama-Wirtschaftsberater Lawrence Summers soll die Arbeitsgruppe die neuen Sanierungspläne der Auto-Hersteller prüfen. Geithner und Summers betonten nach Angaben des Weißen Hauses bei einem ersten Treffen die „Dringlichkeit“ einer „fundamentalen Umstrukturierung der Autoindustrie“, um langfristig zu überleben. Dem Arbeitsstab gehören auch die US-Minister für Energie, Handel, Arbeit und Verkehr an.

Bis zum 31. März müssen die zwei großen Autobauer General Motors (GM) und Chrysler dem Weißen Haus ihre Überlebensfähigkeit konkret beweisen. Die letzte Entscheidung über weitere Milliardenkredite liegt bei Präsident Obama. Die von den beiden Autobauern GM und Chrysler geforderten neuen Hilfen summieren sich zusammen mit bereits erhaltenen Krediten auf insgesamt 39 Milliarden Dollar (30,4 Milliarden Euro). Im Gegenzug will allein GM weltweit etwa jeden fünften Arbeitsplatz streichen und Werke womöglich auch in Europa schließen.

Unterdessen kochen die Gerüchte über eine Fusion der Autobauer General Motors und Chrysler hoch. Chrysler bezeichnete in seinem der US-Regierung vorgelegten Sanierungsplan eine Ehe mit dem Opel-Mutterkonzern GM als die „beste Option“ für ein Überleben.

GM hatte jedoch Ende November die Gespräche mit Chrysler offiziell abgebrochen und die Absage seither mehrfach bekräftigt. Chrysler verwies am Freitag auf den vor einem Monat angekündigten Einstieg des italienischen Fiat-Konzerns. „Wir führen und suchen keine Gespräche mit anderen Herstellern als Fiat“, sagte Chrysler-Sprecher Stuart Schorr auf Anfrage am Freitag in Detroit. Fiat will sich in einem ersten Schritt mit 35 Prozent an Chrysler beteiligen. Chrysler gehört mehrheitlich dem US-Finanzinvestor Cerberus. Knapp 20 Prozent hält noch der deutsche Daimler-Konzern, der sich davon aber so schnell wie möglich trennen will.

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