Arbeitskosten in Deutschland um 2,3 Prozent gestiegen

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Maschinenbau
Facaharbeiter bei der Heidelberger Druckmaschinen AG: Viele Beschäftigte profitieren angesichts der starken Wirtschaft von steigenden Löhnen. (Foto: Uwe Anspach / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Die gute Konjunktur macht Arbeit in Deutschland für Unternehmen teurer. Im vierten Quartal 2018 stiegen die Arbeitskosten je geleisteter Stunde um 2,0 Prozent binnen Jahresfrist, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte.

Im Gesamtjahr kletterten die Arbeitskosten bereinigt um den Effekt von Kalendertagen um 2,3 Prozent. Dabei wuchsen die Bruttoverdienste kräftig um 2,4 Prozent. Viele Beschäftigte profitieren angesichts der starken Wirtschaft von steigenden Löhnen, Gewerkschaften handelten zuletzt in vielen Branche hohe Tarifabschlüsse aus. Zudem ließen höhere Lohnnebenkosten (plus 2,0 Prozent) die Arbeitskosten steigen. Gemessen am Vorquartal gingen die Arbeitskosten zum Jahresende minimal zurück.

Im europäischen Vergleich lag Deutschland unter dem EU-Durchschnitt. So stiegen die Arbeitskosten in der EU im dritten Quartal um 2,8 Prozent, während für Deutschland ein Zuwachs von 2,4 Prozent errechnet wurde. Bei dem Vergleich werden nur die Industrie und privatwirtschaftliche Dienstleistungen berücksichtigt, der öffentliche Dienst und das Gesundheitswesen sind nicht enthalten.

Besonders stark stiegen die Arbeitskosten in den weniger entwickelten Volkswirtschaften im Osten der EU wie Lettland, Rumänien und Litauen, wo unter 10 Euro für eine Stunde Arbeit anfielen. Das ist weit unter dem EU-Schnitt von 26,30 Euro im Jahr 2017. In Deutschland kam mit 34,20 Euro je geleisteter Stunde auf Platz sechs. Am geringsten stiegen die Arbeitskosten in Malta und Slowenien.

Mitteilung Destatis

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