Airbus-Kunde Emirates kritisiert Mängel am A380

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Deutsche Presse-Agentur

Der Airbus-Großkunde Emirates hat sich über Mängel am weltgrößten Passagierflugzeug A380 beschwert.

Wie der „Spiegel“ berichtet, präsentierten Manager der arabischen Fluggesellschaft Mitte Februar Fotos von angeschmorten Stromkabeln, teilweise abgerissenen Verkleidungsblechen und defekten Teilen an den Triebwerken. Außerdem kritisierten sie die Zahl der Ausfälle des neuen Großraumflugzeugs. Die vier A380 von Emirates hätten bislang neunmal ungeplant am Boden bleiben müssen. Dadurch seien 500 Einsatzstunden verloren gegangen. Kleinere Pannen würden im Schnitt alle zwei Tage anfallen. Ein Airbus-Sprecher bestätigte am Samstag die Kundenkritik.

Das Unternehmen nehme solche Rückmeldungen sehr ernst und tue alles dafür, dass es solche Fehlermeldungen nicht noch einmal gebe. An den Einsatzorten der A380 würden inzwischen zusätzlich Ersatzteile gelagert. Die eigens für die Betreuung des Jets abgestellte schnelle Eingreiftruppe des Konzerns solle verstärkt werden. Ersatzansprüche von Emirates habe es nicht gegeben, sagte der Airbus-Sprecher.

Neben den vier Maschinen, die bereits in Betrieb sind, hat die arabische Fluggesellschaft 54 weitere A380 bestellt. Sie ist damit mit Abstand der wichtigste Abnehmer des Großraumjets. Insgesamt lagen Airbus Ende Februar 200 Bestellungen für die A380 vor. 13 Maschinen sind bereits ausgeliefert. Sechs davon fliegt Singapore Airlines, drei Qantas, vier Emirates.

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