AIG-Rettungs-Milliarden fließen in alle Welt

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Deutsche Presse-Agentur

So habe die Deutsche Bank Zahlungen von sechs Milliarden Dollar erhalten, schrieb das „Wall Street Journal“ am Samstag. Bei den Beträgen gehe es hauptsächlich um Zahlungen zur Erfüllung von Terminkontrakten und der Aufstockung von Sicherheiten bei Geschäften.

Die Zahlen zeigen zum einen, wie schlimm die Folgen eines AIG- Zusammenbruchs für das weltweite Finanzsystem gewesen sein könnten. Zum anderen demonstrieren sie, wie schwer es in solchen Fällen angesichts der internationalen Geldströme ist, Mittel von Steuerzahlern ausschließlich im eigenen Land zu behalten.

Laut Medienberichten kritisierten einige US-Parlamentarier bereits, dass mit amerikanischem Geld „Europa gerettet“ worden sei. Allerdings soll auch die US-Investmentbank Goldman Sachs sechs Milliarden Dollar an AIG-Zahlungen bekommen haben.

Die US-Regierung hatte AIG im September mit einer Finanzspritze von 85 Milliarden Dollar gerettet und im Gegenzug die Kontrolle bei dem Versicherer übernommen. Seitdem ist der Umfang der Hilfen in mehreren Schritten auf mehr als 170 Milliarden Dollar angeschwollen.

Weitere Geschäftspartner, an die in den vergangenen Monaten hohe AIG-Zahlungen gingen, seien Morgan Stanley, HSBC, die Royal Bank of Scotland und die französische Société Générale, schrieb die Zeitung.

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