3G-Mobilfunknetz vor dem Aus: Was Smartphone-Nutzer wissen müssen

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Bauarbeiten am Logo auf eines Telekom-Gebäudes in Bonn: Die Telekom und andere Mobilfunkbetreiber wollen ds 3G-Netz langfristig
Bauarbeiten am Logo auf eines Telekom-Gebäudes in Bonn: Die Telekom und andere Mobilfunkbetreiber wollen ds 3G-Netz langfristig abschalten. Verbraucherschützer raten zum Wechsel zu LTE. (Foto: imago)
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Für die Vergabe der Frequenzen an die Netzbetreiber ist die Bundesnetzagentur zuständig. Vorgaben zum verwendeten Mobilfunkstandard macht die Behörde nicht. Das bedeutet: Die Netzbetreiber entscheiden selbst, welche Technologie sie verwenden: 2G (GPRS und Edge), 3G (UTMS), 4G (LTE) oder 5G. Ebenso sind die Unternehmen für die Planung und den Ausbau von Telekommunikationsnetzen verantwortlich.

Allerdings erteilt die Bundesnetzagentur Auflagen, die mit der Vergabe der Frequenzen einhergehen: Bis zum Ende des Jahres 2019 müssen die Mobilfunknetzbetreiber bundesweit mindestens 98 Prozent der Haushalte mit Übertragungsraten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde versorgen. Dies geht aus einem Bericht hervor, der der „Schwäbischen Zeitung“ vorliegt. 3G unterstützt lediglich Übertragungsraten von bis zu 42 Megabit pro Sekunde – entsprechend lässt sich die Vorgabe der Bundesnetzagentur mit diesem Mobilfunkstandard nicht erfüllen. Die Folge: Die Netzbetreiber investieren in den Ausbau neuer Technologien.

Versorgungsauflagen gelten auch in Hinblick auf die 5G-Frequenzen, die im Juni versteigert worden sind: Die Netzbetreiber müssen 98 Prozent der Haushalte und alle Autobahnen, die wichtigsten Bundesstraßen und Schienenwege mit einer Übertragungsrate von mindestens 100 Megabit pro Sekunde versorgen – bis Ende 2022, bezogen auf alle Bundesländer. (cdi)

Mobilfunk im Wandel: Die Deutsche Telekom erwägt, das 3G-Netz außer Betrieb zu nehmen. Was das für den Verbraucher bedeuten würde und welche Pläne andere Anbieter verfolgen.

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Für die Vergabe der Frequenzen an die Netzbetreiber ist die Bundesnetzagentur zuständig. Vorgaben zum verwendeten Mobilfunkstandard macht die Behörde nicht. Das bedeutet: Die Netzbetreiber entscheiden selbst, welche Technologie sie verwenden: 2G (GPRS und Edge), 3G (UTMS), 4G (LTE) oder 5G. Ebenso sind die Unternehmen für die Planung und den Ausbau von Telekommunikationsnetzen verantwortlich.

Allerdings erteilt die Bundesnetzagentur Auflagen, die mit der Vergabe der Frequenzen einhergehen: Bis zum Ende des Jahres 2019 müssen die Mobilfunknetzbetreiber bundesweit mindestens 98 Prozent der Haushalte mit Übertragungsraten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde versorgen. Dies geht aus einem Bericht hervor, der der „Schwäbischen Zeitung“ vorliegt. 3G unterstützt lediglich Übertragungsraten von bis zu 42 Megabit pro Sekunde – entsprechend lässt sich die Vorgabe der Bundesnetzagentur mit diesem Mobilfunkstandard nicht erfüllen. Die Folge: Die Netzbetreiber investieren in den Ausbau neuer Technologien.

Versorgungsauflagen gelten auch in Hinblick auf die 5G-Frequenzen, die im Juni versteigert worden sind: Die Netzbetreiber müssen 98 Prozent der Haushalte und alle Autobahnen, die wichtigsten Bundesstraßen und Schienenwege mit einer Übertragungsrate von mindestens 100 Megabit pro Sekunde versorgen – bis Ende 2022, bezogen auf alle Bundesländer. (cdi)

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