Zwei Lektionen aus Italien: Was die Regionalwahlen vom Wochenende bedeuten

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Zwei Lektionen aus Italien
Zwei Lektionen aus Italien
Redakteur Politik

Zwei wichtige Erkenntnisse bleiben nach diesen Regionalwahlen: Der Demokratie in Italien geht es erstens besser, als viele befürchtet haben. Vor allem in der Region Emilia-Romagna hat sich das gezeigt: Die Wahlbeteiligung hat sich fast verdoppelt. Mit den „Sardinen“ ist im Spätherbst binnen weniger Tage eine politische Basisbewegung entstanden, die für Antifaschismus, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit steht – und für die Zigtausende Menschen auf die Straße gegangen sind. Besonders in den Städten hat das die rechtsnationale Lega, die im Wahlkampf gewohnt unverschämt mit rassistischen Ressentiments gespielt hat, entscheidende Stimmenanteile gekostet.

Zweitens – das ist weniger erfreulich – ist noch deutlicher geworden, dass Italien zwiegespalten ist: Auch in der vergleichsweise reichen Emilia-Romagna hat die Mitte-Links-Partei PD vor allem in den Städten, bei gut Gebildeten gewonnen. Die Rechtsnationalen haben in kleineren, wirtschaftsschwachen Gemeinden aufgetrumpft.

s.heinrich@schwaebische.de

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