Zu warm, um schön zu sein

Ein Bild aus einer schöneren Zeit: Es ist heiß und Franzosen genießen am Ufer der Seine ihr Eis.
Ein Bild aus einer schöneren Zeit: Es ist heiß und Franzosen genießen am Ufer der Seine ihr Eis. (Foto: afp)
Schwäbische.de

Robert Habeck hat ja, wie er selbst einmal der „Bild“-Zeitung sagte, „zu viele Philosophen gelesen, um an Gott zu glauben“. Das hat einige Leute verletzt, deshalb nahm er das zurück und firmiert seither als „säkularer Christ“, was natürlich – wen wundert’s beim Vertreter einer Veggie-Partei – weder Fisch noch Fleisch ist und dazu führt, dass dem Minister mit Blick auf den nahenden Winter kein Gebet – Glaube, Liebe, Heizung! – mehr helfen kann, sondern nur noch die gute alte Hoffnung auf besseres Wetter.

Konkret ersehnt sich Habeck einen Winter mit allen Zutaten für einen Klimaalarm, der sich so etwas von gewaschen hat wie es sich ein Kurzduscher überhaupt nicht vorstellen kann. „Wenn beim Gassparen alles gut geht und wir Glück mit dem Wetter haben, dann haben wir eine Chance, gut durch den Winter zu kommen.“ So sprach er, und das sind doch mal heitere Aussichten: Mit etwas Glück haben wir eine Chance!

Schönes Wetter wird allerdings gerade abgeschafft! ZDF-Wettermann Özden Terli zumindest hat aktuell erklärt, dass er das in Zukunft nicht mehr im Angebot hat. Heiß und sonnig ist für Terli immer auch bedrohliche Folge des Klimawandels und darf deshalb auf keinen Fall schönes Wetter heißen. 500 französische Journalisten sehen es genauso und haben sich deshalb vergangene Woche verpflichtet, Hitzewellen nicht mehr mit Eis essenden Kindern oder Menschen am Strand zu illustrieren. Aber wer wenn nicht der Philosoph Habeck könnte diesen Konflikt auflösen: Der Winter muss ja nicht unbedingt warm werden. Sondern einfach nicht kalt. (mla)

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