„Zerstörung der CDU“: Politiker wollen YouTuber Rezo zum Meinungsaustausch einladen

Lesedauer: 5 Min
YouTuber Rezo
Die undatierte Aufnahme zeigt den YouTuber Rezo. (Foto: dpa / DPA)
Agence France-Presse
Deutsche Presse-Agentur

Die CDU will den YouTuber Rezo nach Informationen nach dessen scharfer Kritik zu einem Meinungsaustausch einladen. Das ursprünglich als Reaktion auf die kritischen Äußerungen des YouTubers geplante Internet-Video des jungen Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor werde nicht veröffentlicht, hieß es am Donnerstag. Darauf habe sich die Parteispitze geeinigt.

Der in seinen YouTube-Videos ansonsten eher unpolitische Rezo attackiert in dem 55 Minuten langen Clip CDU und CSU, aber auch SPD und AfD. Dabei beklagt er ungerechte Vermögensverteilungen in Deutschland, eine nach seiner Meinung jeder wissenschaftlichen Vernunft widersprechende Klima- und Umweltpolitik, Inkompetenz einzelner Unionspolitiker oder die angebliche deutsche Beteiligung an Kriegsverbrechen. Unterlegt ist dies mit einer langen Liste an Quellen.

Zu Beginn des Clips sagt der YouTuber, sein Video sei kein langweiliges Politikvideo, sondern ein echtes Zerstörungsvideo. „Nicht, weil ich aktiv versuche jemanden zu zerstören, sondern weil die Fakten und Tatsachen einfach dafür sprechen, dass die CDU sich selbst, ihren Ruf, und ihr Wahlergebnis und damit selbst zerstört.“

So habe jahrzehntelange, CDU-lastige Politik in Deutschland dazu geführt, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander gegangen sei. Rezo sagt, dass er unter CDU auch CSU verstehe, weil dies nur eine Art bayerische CDU sei.

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hatte dem in dem Internetkanal YouTube erfolgreichen Rezo „Falschbehauptungen“ vorgeworfen, ohne dies aber zu konkretisieren. „Rezo hat keine Hemmungen, Dinge im Internet einfacher darzustellen, als sie tatsächlich sind. Wir haben da mehr Skrupel, weil wir wissen, wie komplex viele Fragen sind“, hatte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vom Mittwoch gesagt.

Erklärvideo: So funktioniert die Europawahl
Vom 23. bis 26. Mai 2019 findet in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union die Europawahl statt. Die Europawahl 2019 ist die neunte Direktwahl zum Europäischen Parlament.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen