Sollte es für Geimpfte mehr Lockerungen geben? Sagen Sie uns ihre Meinung

Coronavirus - Impfzentrum Tübingen
Eine Krankenschwester impft im Impfzentrum in der Paul-Horn-Arena in Tübingen eine Frau. (Foto: Marijan Murat / DPA)
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Infrage kommen dabei selbstverständlich nur Meinungsbeiträge, die sich sachlich mit dem Thema beschäftigen und in angemessener Tonalität formuliert sind.

DAS THEMA: Sollte es für Geimpfte mehr Lockerungen geben? 

Wer geimpft ist darf Shoppen, Sport treiben, in den Urlaub fahren und Freunde treffen. Ohne Impfung gilt weiter Lockdown und Kontaktbeschränkung. So lässt sich in aller Kürze die Vision beschreiben, die nicht nur Politiker wie Olaf Scholz oder Jens Spahn derzeit forcieren, auch die EU-Kommission will einen Impfpass für Menschen, die gegen das Corona-Virus geimpft sind.

Dabei orientiert sie sich am Vorbild Israel. Dort können Menschen mit Impfpass beinahe ohne Einschränkungen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte Anfang April, dass Geimpfte nach dem Ende der dritten Welle wieder mehr Freiheiten erhalten könnten. Es gehe dabei nicht um Vorrechte, sondern darum, „dass wir vollständig Geimpfte so behandeln können wie negativ Getestete“. So solle die Test- und Quarantänepflicht für Geimpfte aufgehoben werden.

Für dieses Vorhaben sprechen unter anderem diese Gründe:

  • Die Maßnahmen gegen die Corona-Krise sind größtenteils Eingriffe in die Grundrechte von Menschen. Harte Freiheitsbeschränkungen, seien rechtlich sehr schwierig durchzusetzen, wenn die Infektiösität wegfalle, sagt die Vorsitzende des deutschen Ethikrats Alix Buyx. Entscheidend ist die Frage, ob von Geimpften weiterhin eine Gefahr ausgeht
  • Gesellschaftliches Leben wird so wieder möglich. Kulturveranstaltungen, Kino und Theater dürften wieder öffnen, die Innenstädte würden nach und nach belebt.
  • Es würde ein Anreiz geschaffen, der auch manche Zweifler vom Impfen überzeugen könnte.

Jedoch sprechen auch einige Argumente gegen ein solches Vorgehen

  • Wenn das öffentliche Leben wieder anläuft, könnten Impfverweigerer oder die, die noch keine Impfung haben das ausnutzen und so den Infektionsschutz unterlaufen.
  • Eine solche Regelung bedeutet eine Benachteiligung von Nicht-Geimpften, die durch die Impforganisation und den knappen Impfstoff bislang keine Chance auf eine Impfung hatten. "Eine Ausgrenzung von Personen, die für ihren Status keinerlei Schuld trifft, muss unbedingt vermieden werden", sagte die Ethikerin Ursula Nothelle-Wildfeuer.
  • Durch eine solche Regelung würde auch der Solidaritätsgedanke hinter den Maßnahmen beschädigt. Der ist aber essenziell dafür, dass Sie auch umgesetzt werden.#

Was denken Sie? Sollte mit einer Impfung möglichst schnell die Rückkehr zu einem Leben ohne Infektionsschutzmaßnahmen möglich sein oder finden Sie ein solidarisches Miteinander besser, bis alle Deutschen die Möglichkeit hatten sich impfen zu lassen? Sagen Sie uns ihre Meinung in den Kommentaren.

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