Wegducken geht nicht: Die GroKo muss in Sachen Klimaschutz ehrlich sein

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Unsere Reporterin
Wegduckenreicht nicht (Foto: Roland Rasemann)
SabineLennartz

Nicht nur die Friday for Future-Kids legen sich vor der Sommerpause noch einmal richtig ins Zeug. Auch Politiker der Großen Koalition haben ihre Hausaufgaben mit in die Ferien genommen. Sie stehen unter Druck, denn das Thema Klima ist bei allen angekommen. Es wird höchste Zeit, zu handeln, darin sind sich alle einig. Doch wie? Die einen sind für eine CO2-Steuer, die anderen dagegen. Denn natürlich wird eine deutsche Steuer an weltweiten Emissionen kaum etwas ändern. Doch ist das ein Argument, nichts zu tun?

Wie aber könnte man sozial verträglich den CO2-Ausstoß verteuern? Was ist mit den Arbeitsplätzen in energieintensiven Unternehmen? Was mit den Pendlern? Und wie geht man gerecht mit jenen um, die auf ein Auto verzichten, dafür aber höhere Mieten in den Zentren zahlen? Und warum wird so wenig über das Heizen gesprochen, das fast genauso viel Belastung verursacht wie der Verkehr? Warum kommt die energetische Gebäudesanierung nicht richtig voran? All diese Fragen sind viel zu lange nicht beantwortet worden. Doch man kann nicht für ein besseres Klima sorgen, ohne dass der ein oder andere mehr zahlen muss. Das muss die GroKo ehrlich sagen und dann entsprechende Klimaschutzgesetze vorlegen. Wegducken reicht nicht mehr.

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