Was in Syrien passiert, ist ein neuer blutiger Tiefpunkt

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Thomas Seibert

In der an Grausamkeiten reichen Geschichte des syrischen Bürgerkrieges steht ein neuer Tiefpunkt bevor. 700 000 Menschen sind mitten im Winter in der Provinz Idlib auf der Flucht, doch die Gefechte kommen immer näher. Mit einem Einmarsch in Idlib versucht die Türkei, den Vormarsch der syrischen Streitkräfte in der Region aufzuhalten und eine Massenflucht über die türkische Grenze zu verhindern. Bisher heizt die Intervention die Kämpfe jedoch noch weiter an. Die UNO meldet die größte Vertreibung von Zivilisten seit Kriegsausbruch in Syrien im Jahr 2012. Die Welt schaut mit einem Achselzucken zu – sie hat sich an Schreckensnachrichten aus Syrien gewöhnt. So lange keine Flüchtlinge in der EU auftauchen, sieht in Brüssel, Berlin oder Paris kaum jemand Handlungsbedarf. Die Frage ist, wie lange der Kampf um Idlib dauern wird und wie viele unschuldige Menschen dabei sterben werden. Die Erfahrungen aus neun Jahren Krieg lassen Schlimmes befürchten.

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