Von der Leyen mit Initiative für gleiche Bezahlung

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Deutsche Presse-Agentur

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) will „die Sensibilität von Arbeitgebern“ für die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen in vergleichbaren Jobs schärfen.

Sie sagte der „Financial Times Deutschland“, nach wie vor gebe es in Deutschland eine Lohnlücke zwischen Frauen und Männern von 23 Prozent. „Das ist ein unrühmlicher siebtletzter Platz in Europa“, sagte von der Leyen. Sie rief Unternehmen dazu auf, sich einem Selbsttest mit dem kostenlosen Analyseprogramm „Logib“ zu unterziehen, das bereits in der Schweiz eingesetzt werde.

Gerade die derzeitige Wirtschaftskrise sei geeignet, die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen zu schließen. „Krisenzeiten sind Umstrukturierungszeiten“, sagte die Familienministerin. Ein Gleichstellungsgesetz, das den Mindestanteil von Frauen etwa in Aufsichtsräten vorschreibt, lehnte von der Leyen allerdings ab. Dies zu regeln liege allein in der Verantwortung der Unternehmer und der Gewerkschaften. Ein entsprechendes Gesetz hatte SPD-Chef Franz Müntefering Anfang der Woche vorgeschlagen.

Ministerin von der Leyen stellt heute in Berlin Daten zu Lohn- und Gehaltsunterschieden bei Frauen und Männern vor. Sie will dabei auch detailliert auf den Unternehmens-Selbsttest mit „Logib“ eingehen.

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