Viele Tote bei Grubendrama in Nordchina

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Deutsche Presse-Agentur

Eine Gasexplosion in einer Kohlegrube in Nordchina hat am Sonntag nach ersten vorläufigen Informationen mindestens 44 Bergarbeiter getötet. 65 Kumpel galten als verschüttet, wie amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Das Unglück passierte in den frühen Morgenstunden in dem Tunlan-Bergwerk der Gujiao Kokskohle Unternehmensgruppe rund 50 Kilometer von der Stadt Taiyuan entfernt in der Provinz Shanxi.

Die Rettungsarbeiten sind angelaufen. Zum Zeitpunkt der Explosion seien 436 Kumpel unter Tage gewesen, teilte die Werkschutzbehörde mit. „Ich hätte dazu gehört, wenn ich nicht meine Schicht mit einem anderen getauscht hätte“, sagte ein Bergmann der Staatsagentur Xinhua. „Er ist immer noch unter Tage. Ich hoffe, er lebt noch.“

Ein Mitglied der Rettungsteams berichtete laut Xinhua, Familienangehörige hätten Handy-Anrufe verschütteter Bergleute bekommen, was darauf hoffen lasse, dass Überlebende gefunden werden könnten. Das Bergwerk habe einen Ruf als sicherer Betrieb genossen. Es habe dort in den vergangenen zehn Jahren keinen größeren Unfall gegeben.

Nirgendwo in der Welt leben Bergarbeiter so gefährlich wie in China, wo jedes Jahr tausende ums Leben kommen. Ursachen sind meist mangelnde Sicherheitsvorkehrungen, schlechte Ausrüstung sowie Korruption und Vetternwirtschaft mit den örtlichen Aufsichtsbehörden.

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