Verschleppte UN-Mitarbeiter in Somalia wieder frei

Lesedauer: 3 Min
Deutsche Presse-Agentur

Die vier verschleppten UN-Mitarbeiter in Südsomalia sind wieder frei. Das teilte UN-Sprecher Farhan Haq am Montagabend in New York mit.

Demnach waren die vier Männer um 22.10 Uhr somalischer Zeit, nach weniger als 24 Stunden in den Händen ihrer Entführer, unversehrt auf freien Fuß gesetzt worden. Ohne sie sind jetzt nur noch vier UN-Mitarbeiter weltweit in der Hand von Entführern, sagte Haq, drei im westafrikanischen Niger und einer in Pakistan.

„Die Vereinten Nationen sind sehr dankbar für die Unterstützung der örtlichen Behörden, die sich für die Sicherheit und am Ende auch die schnelle Freigabe unseres Personals eingesetzt haben, erklärte UN-Koordinator Mark Bowden in Nairobi. Der Vorgang sei „ein wichtiger Beweis dafür, dass die Anwesenheit der UN akzeptiert und von den Somaliern sowie ihren Führern unterstützt wird“, sagte Bowden.

Der Konvoi der vier UN-Helfer war am Morgen von bewaffneten Männern gestoppt worden, als er im Bezirk Wajid auf dem Weg zum Flughafen war. Schüsse fielen bei dem Überfall nicht. Wer hinter der Entführung stand, war zunächst nicht bekannt. Die Region Wajid gehört zu den Gebieten des Landes, die von der radikal-islamischen Al-Schabab-Miliz kontrolliert werden. Es gibt jedoch auch örtliche islamische Milizen.

Wajid ist UN-Angaben zufolge ein wichtiges Zentrum für Hilfslieferungen aus dem Ausland, die von dort in andere Regionen Somalias verteilt werden. 3,2 Millionen Menschen, etwa die Hälfte der somalischen Bevölkerung, hängt von fremder humanitärer Hilfe ab.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen