Vermisstensuche im Meer vor Thailand

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Deutsche Presse-Agentur

Mehr als 36 Stunden nach dem Tauchboot-Unfall vor der thailändischen Küste mit sieben Vermissten haben die Rettungskräfte eine Leiche gefunden. Der Körper einer Frau westlicher Herkunft sei im Wasser treibend entdeckt worden, sagte ein Offizier der thailändischen Seepolizei.

Die Frau konnte zunächst nicht identifiziert werden. Die Seepolizei hat kaum noch Hoffnung, die weiteren fünf Touristen und den Einheimischen vor den Similan-Inseln in der Nähe von Phuket lebend zu finden.

„Wenn wir die anderen Vermissten nicht bald finden, werden wir Taucher zu dem gesunkenen Boot schicken und nachsehen, ob sie dort eingeschlossen sind“, sagte Polizeisprecher Wanlop Phuangbaka.

Unter den Vermissten war entgegen ersten Annahmen kein Deutscher. Einer der Touristen hatte als Wohnort München angegeben, ist aber Österreicher, sagte Jürgen Schenker, einer der deutschen Manager der Tauchschule „Asia Dive“. Die Herkunftsländer der Vermissten seien Österreich, die Schweiz und Japan. Auch ein Einheimischer werde vermisst. Die ersten Angehörigen trafen nach Angaben von Schenker in Phuket ein.

Das knapp 30 Meter lange Tauchboot war erst am 31. Oktober vergangenen Jahres in Dienst gestellt worden, sagte Schenker. Es sei am späten Sonntagabend plötzlich von Sturmwellen gepackt worden und gekentert. Überlebende empfanden das Geschehen wie einen Tornado, der aus dem Nichts auftauchte. 15 Ausländer und acht Crewmitglieder schafften es auf die Rettungsinseln und wurden am Montagmorgen von Fischern geborgen.

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