Urteil im Prozess um Mord an drei Georgiern

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Deutsche Presse-Agentur

Das Landgericht Frankenthal verkündet heute sein Urteil im Prozess um den gewaltsamen Tod von drei georgischen Gebrauchtwagenhändlern. Wegen Mordes angeklagt sind ein früherer V-Mann des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz und ein Somalier, der unter Islamismus-Verdacht steht.

Der Staatsanwalt geht davon aus, dass sie die Georgier gemeinsam getötet haben, um an deren Geld zu kommen. Er hat lebenslange Freiheitsstrafen gefordert. Die Georgier, die in der Rhein-Neckar-Region Gebrauchtwagen kaufen wollten, waren am 30. Januar 2008 in Südhessen getötet worden.

Die Verteidiger haben Freispruch für ihre Mandanten gefordert. Die Angeklagten beschuldigen sich gegenseitig, die Georgier umgebracht zu haben. Zeugen für die Bluttat gibt es nicht. Die Tatwaffen blieben verschwunden. Zwei der Georgier waren erschossen worden, der Dritte wurde erdrosselt. Die Leichen der Männer waren einen Monat nach der Tat im Altrhein bei Mannheim entdeckt worden.

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