Ungebetene Hilfe für Kramp-Karrenbauer

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Ungebetene Hilfe für Kramp-Karrenbauer
Ungebetene Hilfe für Kramp-Karrenbauer (Foto: Roland Rasemann)

Auf diese Unterstützung hätte Annegret Kramp-Karrenbauer wahrscheinlich gerne verzichtet: Ihre beiden ehemaligen Konkurrenten um den Parteivorsitz, Friedrich Merz und Jens Spahn, springen der Chefin beiseite.

Das ist keine Hilfe, es verfestigt das Bild einer CDU-Vorsitzenden, die schon wenige Monate nach der Amtsübernahme auf Zuspruch angewiesen ist. Ja, Kramp-Karrenbauer steht unter medialer Dauerbeobachtung, und sie hat Fehler gemacht. Die Folge ist eine nicht totzukriegende Debatte über ihre Befähigung zur Kanzlerkandidatin.

Die latent schwelende Unzufriedenheit droht der Partei insgesamt zu schaden. Und das in einer Zeit, in der die Union nicht wie in der Vergangenheit darauf vertrauen darf, bei einer Neuwahl unangefochten die stärkste Partei im Land zu bleiben.

Das Verheizen der eigenen Führungskräfte durch endlose Personaldebatten war bisher die Domäne der SPD. So weit ist die CDU noch nicht, und sie sollte es auch nicht so weit kommen lassen. Am Beispiel der abgestürzten SPD lässt sich ablesen, wohin diese Art von Selbstbeschäftigung führen kann.

u.mendelin@schwaebische.de

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