Tsvangirai neuer Ministerpräsident in Simbabwe

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Deutsche Presse-Agentur

Nach jahrelangem Machtkampf haben Simbabwes Konfliktparteien mit der Vereidigung von Morgan Tsvangirai zum Ministerpräsidenten den Weg in eine Regierung der Nationalen Einheit geebnet.

Tsvangirai legte am Mittwoch in Gegenwart mehrerer Staats- und Regierungschefs aus der Region vor Präsident Robert Mugabe seinen Amtseid ab.

Ein knappes Jahr nach den Wahlen im vergangenen März stellt die Vereidigung den Auftakt für eine Koalitionsregierung aus Tsvangirais Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) und Präsident Mugabes ZANU(PF) dar. Kommentatoren sprachen trotz aller Skepsis über die Erfolgsaussichten dieser Koalition von einem „historischen Augenblick“ für Simbabwe.

Entsprechend den Mehrheitsverhältnissen im Parlament wird die MDC und die mit ihr verbündete Splitterpartei von Arthur Muthambara insgesamt 16 Ministerposten erhalten, die ZANU(PF) 15. Da sich beide Parteien das Innenministerium teilen, wird das neue Kabinett insgesamt 32 Minister haben. Es soll dem afrikanischen Staat nach einem jahrelangen erbitterten Machtkampf zwischen Tsvangirai und Mugabe einen Ausweg aus der schlimmsten Krise seiner Geschichte weisen, die zur Zeit noch von einer Cholera-Epidemie mit rund 3400 Toten und knapp 70 000 Infizierten verschärft wird.

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