Trump treibt die Furcht um

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 Frank Herrmann
Frank Herrmann (Foto: oh)
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Donald Trump hat den Mitfühlenden gegeben. Um zu begründen, warum er auf zusätzlichen Hindernissen an der Grenze zu Mexiko besteht, führte er eine humanitäre Krise ins Feld. Eine Krise des Herzens und der Seele, wie er sie in gespielter Anteilnahme nannte. Das sind neue Töne für einen Präsidenten, der illegale Immigranten in aller Regel als gefährliche Kriminelle charakterisiert.

Allerdings nimmt es ihm bis auf seine treuesten Fans niemand ab, wenn er von seiner Sorge um Kinder spricht, die für skrupellose Schmugglerbanden nur Schachfiguren seien. Oder von den Frauen, die auf dem langen Weg quer durch Mexiko sexuell missbraucht werden. Es ist ja derselbe Donald Trump, der die Weisung gab, Migrantenfamilien auseinanderzureißen.

In Wahrheit treibt ihn etwas anderes um, nämlich die Furcht vor einem Amerika, in dem die ethnischen Minderheiten in absehbarer Zeit die Mehrheit bilden. So hat er es zwar nie gesagt, doch seine Anhänger haben die Signale verstanden. Die Mauer ist das Sinnbild dafür.

politik@schwaebische.de

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