Trump muss Kongresswahlen fürchten

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Frank Herrmann
Frank Herrmann (Foto: Privat)
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Bislang ist es Donald Trump noch immer gelungen, in einer Krise den Befreiungsschlag zu landen. Der Populist Trump zehrte von der Wut der Abgehängten, er stand für die Angst all derer, die fürchteten, zu kurz zu kommen in einer Welt fortschreitender Globalisierung. Mit dem Schuldbekenntnis seines Ex-Anwalts Michael Cohen stellt sich die Frage, ob eine Mehrheit der Amerikaner Trump durchgehen lässt, was sie dem Kandidaten Trump verzieh. Ob sie ihm die Pose des Aufständischen im Kampf gegen Seilschaften und Verkrustungen noch immer abnimmt. Oder ob sie beginnt, Maßstäbe an ihn anzulegen, wie man sie normalerweise anlegt an den US-Präsidenten.

In der Beziehung ist es eine politische Frage, keine juristische. Beantwortet wird sie im November. Dann wird sich bei den Kongresswahlen entscheiden, ob die Demokraten die parlamentarische Mehrheit zurückerobern und Trump Paroli bieten können. Erst dann rückt in den Bereich des politisch Möglichen, wovon die Gegner des Präsidenten träumen: ein Amtsenthebungsverfahren.

politik@schwaebische.de

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