Steinmeier steht zu seinem Vornamen Walter

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Deutsche Presse-Agentur

SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier steht weiter zu seinen gesamten Vornamen. Als „pure Erfindung“ von Journalisten bezeichnete der Außenminister Darstellungen, wonach er aus wahltaktischen Gründen seinen Zweitnamen Walter ablegen will.

Es habe in der SPD nicht eine einzige Diskussion darüber gegeben, sagte Steinmeier am Sonntag im Deutschlandfunk: „Das ist bei mir geklärt seit 53 Jahren. In meinen Personalausweispapieren steht Frank-Walter mit Bindestrich, Freunde rufen mich seit eh und je Frank. Das ist der schlichte Unterschied.“

Er kenne auch kein einziges Plakat und keine SPD-Werbebroschüre, in der versucht worden sei, ihn als „unser Frank“ unter die Leute zu bringen: „Ich weiß auch nicht, ob diese versuchte Art der Nähe besonders gut ankommt. Die Menschen sehen mich so wie ich bin.“ Dafür spreche seine öffentliche Akzeptanz. „Ich glaube eher im Gegenteil: Wenn man sich da von schlauen Beratern verbiegen lässt, fällt das den Menschen eher auf.“ Deshalb neige er nicht dazu, solchen Ratschlägen zu folgen und sein Verhalten und seine Außendarstellung zu verändern.

Parteichef Franz Müntefering und Generalsekretär Hubertus Heil hatten kürzlich bei einer SPD-Veranstaltung mehrfach Steinmeier nur unter Weglassung seines zweiten Vornamens angesprochen. Auch in internen SPD-Papieren ist in jüngster Zeit meist nur von Frank Steinmeier die Rede. Deshalb war spekuliert worden, SPD- Wahlkampfstrategen wollten den eigenen Spitzenmann künftig mit dem griffigeren kurzen Vornamen präsentieren.

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