Steinmeier auf Blitz-Besuch im Irak

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Deutsche Presse-Agentur

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat in Bagdad um eine Wiederbelebung der seit dem Krieg 2003 stark eingeschränkten Beziehungen bemüht.

Zum Auftakt eines Irak-Besuchs traf er Außenminister Hoschiar Sebari. Steinmeier reiste als erster deutscher Außenminister seit 22 Jahren in die irakische Hauptstadt. Aus Sicherheitsgründen war der Besuch vorab nicht angekündigt worden.

Sebari sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa: „Dieser Besuch ist sehr wichtig für uns.“ Er sprach von einer „Wiederbelebung der eingeschlafenen Beziehungen“. Zu Beginn des zweitägigen Besuches standen auch Gespräche Steinmeiers mit dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki und Staatspräsident Dschalal Talabani auf dem Programm.

Die Bundesregierung unter dem damaligen SPD-Kanzler Gerhard Schröder hatte sich 2003 gegen die von den USA angeführte Invasion zum Sturz von Präsident Saddam Hussein gestellt, weshalb der Steinmeier-Besuch jetzt sowohl in Berlin als auch in Bagdad als Beginn einer neuen Ära in den bilateralen Beziehungen gesehen wird. Als Gründe für diese Trendwende nennt das Außenministerium den Regierungswechsel in Washington, die zunehmende Eigenständigkeit der irakischen Regierung, die Verbesserung der Sicherheitslage und Fortschritte im politischen Prozess.

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