Spendenaktion der Schwäbischen: Wie Sie notleidende Kurden unterstützen können

Lesedauer: 7 Min
Mann schaut in die Kamera
Unterstützen statt zuschauen (Foto: Roland Rasemann)
Chefredakteur

Die Kurden werden von ihren Verbündeten im Stich gelassen und die Welt schaut zu. Das Nato-Mitglied Türkei greift mit marodierenden Islamisten kurdische Gebiete in Nordsyrien völkerrechtswidrig an, vertreibt deren Bewohner.

Der deutsche Außenminister umarmt trotz dieser offensichtlichen ethnischen Säuberungen seinen Amtskollegen aus Ankara. Die einen nennen das Realpolitik, die anderen Inkompetenz, und die Opfer selber nennen das berechtigterweise Verrat, weil sie mit hohem Blutzoll das Grauen des sogenannten Islamischen Staates beendet haben.

Seit dem Jahr 2013 bittet die „Schwäbische Zeitung“ ihre Leser in der Advents- und Weihnachtszeit um Spenden für Menschen auf der Schattenseite des Lebens. Im Video erklären wir, wo die Spenden eingesetzt werden.

Was hat das mit der Weihnachtsspendenaktion der „Schwäbischen Zeitung“ zu tun? Viel, denn immer mehr syrische Kurden flüchten in die Autonome Region Kurdistan im Nordirak, wo immer noch weit über 1,1 Millionen Menschen, die meisten von ihnen sind Jesiden, ihr Leben in Flüchtlingslagern fristen. Die kurdischen Behörden in der Provinz Dohuk unternehmen viel, um zu helfen, doch sie kommen an ihre Grenzen.

Die Jesiden können nicht nach Hause, ihre Dörfer sind zerstört und vermint, iranhörige Milizen kontrollieren weite Teile des Shingal-Gebirges und auch die Türkei bombardiert dort regelmäßig Positionen ihrer Feinde. Es gilt, Arbeitsplätze für die Jesiden zu schaffen, ihnen Bildung zukommen zu lassen und auch über Freizeitangebote und psychologische Hilfe etwas Normalität in den Tagesablauf zu bringen.

Für diese Ziele spenden seit Jahren die Leserinnen und Leser der „Schwäbischen Zeitung“ großzügig. Die Projekte in Mam Rashan und Sheikhan machen Fortschritte. Zusätzlich wollen wir jetzt aber auch im Camp Bardarash aktiv werden.

Spendenaktion unterstützt Traumabehandlung Geflüchteter
Unter dem Motto „Helfen bringt Freude“ sammelt die Schwäbische Zeitung Spendengelder. Über 485.000 Euro sind bisher zusammengekommen. An diesem Wochenende wollen die Zeitungsmacher die halbe Million voll machen und bitten auch Sie um Hilfe. Das Geld fließt unter anderem in zwei Flüchtlingscamps im Nordirak, in denen 14000 heimatvertriebene Jesiden leben. Was die Gelder dort bewirken, das hat sich SZ-Redakteur Ludger Möllers angesehen.

Dorthin haben sich Tausende Familien aus Syrien durchgeschlagen, die vor der türkischen Offensive in völlig intakten Dörfern ihr normales Leben führten. Sie haben alles verloren und müssen mit ihren Kindern in Zelten den Winter überstehen. In diesen Notunterkünften brauchen die Menschen Teppiche, die die Bodenkälte dämmen. Der Kauf der dicken Matten hat Priorität.

Für Ihre Unterstützung bedanke ich mich schon jetzt. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten.

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