Spenden in schweren Zeiten

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Spenden in schweren Zeiten
Spenden in schweren Zeiten (Foto: Roland Rasemann)
Chefredakteur

Der Zeitpunkt könnte nicht ungünstiger sein. Deutschland ächzt unter der Corona-Pandemie. Über 13 000 Tote sind zu beklagen, Menschen mit schwierigen Krankheitsverläufen bangen um ihr Leben. Die Einschränkungen zur Bekämpfung des Virus bringen viele Betriebe und Selbstständige an ihre Grenzen, die Kultur leidet, Schulen wie Altenheime stehen enormen Herausforderungen gegenüber. Kurz: Ein normales Leben sieht anders aus.

Dennoch rufen wir wie in den vergangenen Jahren zu Spenden zugunsten von Flüchtlingen in den kurdischen Autonomiegebieten Iraks auf. Auch unterstützen wir erneut über 90 lokale Projekte, bei denen Vereine, Gruppen und die Caritas aus der Region weltweit tätig sind.

Bereits in den vergangenen Monaten haben wir Nothilfe für die Menschen organisiert, die von der Quarantäne im Nordirak am stärksten betroffen waren. Sie brauchen Perspektiven, Bildung, Arbeitsplätze, Gesundheitsversorgung. Darum werden wir für Schulen, Gewächshäuser, Geflügelzuchtanlagen und Wasserbehälter sammeln.

Obwohl wir in diesem Jahr kein Reporterteam wegen Corona vor Ort hatten, wissen wir genau, wo wir anpacken müssen. Die Hilfsaktion der „Schwäbischen Zeitung“ hat sich im Nordirak etabliert. Die kurdische Regierung kennt uns und stimmt Aktionen mit uns ab. Wir sind im Austausch mit anderen Hilfsorganisationen wie mit Vertretern der Jesiden. Das deutsche Generalkonsulat ist über unsere Aktivitäten informiert und steht als diskreter Ratgeber zur Verfügung. Auch mit der Bundeswehr sprechen wir in Erbil regelmäßig über die Sicherheitslage, um abwägen zu können, wo wir mit langfristiger Wiederaufbauhilfe am sinnvollsten handeln können. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) kennt seit Jahren unsere Aktion und steht deshalb erneut für ein Interview zur Verfügung.

Die Beiträge der kommenden Wochen sind sorgsam recherchiert, Videokonferenzen mit Experten oder Betroffenen vor Ort sind der Schlüssel zum Erfolg.

Für Ihre Hilfe, die in diesen Zeiten nicht selbstverständlich ist, bedanken wir uns sehr herzlich.

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