Spekulationen um neuen NATO-Generalsekretär

Lesedauer: 2 Min
Deutsche Presse-Agentur

Nach Angaben der Bundesregierung gibt es noch keine endgültige Entscheidung über den künftigen NATO-Generalsekretär. „Die NATO-Partner sind über die anstehenden Personalentscheidungen im Gespräch“, sagte ein Regierungssprecher in Berlin. „Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen.“

Der dänische Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen soll einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge neuer Generalsekretär werden. Darauf hätten sich Kanzlerin Angela Merkel, der britische Premier Gordon Brown und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy verständigt. Die Zustimmung der USA stehe noch aus.

Washington will sein Votum dem Bericht zufolge in der Woche vor dem NATO-Gipfel am 4. April abgeben. Rasmussen, 56, war seit Wochen bereits als aussichtsreicher Kandidat für den Posten gehandelt worden. Seit Jahresbeginn trieb er seine Kandidatur in den europäischen Hauptstädten voran. So kam er auch am 18. Februar nach Berlin zu einem Gespräch mit Merkel. Die Besetzung des Spitzenpostens bei der NATO steht für Juli an, wenn die Amtszeit des amtierenden Generalsekretärs Jaap de Hoop Scheffer ausläuft.

Eine Einigung der drei großen europäischen Nationen Deutschland, Frankreich und Großbritannien auf einen Kandidaten gilt als Vorentscheidung. Üblicherweise akzeptieren die USA den Vorschlag der Europäer, wohingegen die Europäer die amerikanische Besetzung des NATO-Oberkommandierenden hinnehmen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen