Schwere Brände im Süden Australiens

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Deutsche Presse-Agentur

Brände im Süden, Flut im Nordosten: In Australien kämpfen zehntausende Helfer gegen die verheerenden Folgen der Wetter- Extreme. Starke Winde und Rekord-Hitze fachen immer wieder zahlreiche, oft von Brandstiftern gelegte Wald- und Buschbrände an.

Mindestens 30 Häuser sind in Flammen aufgegangen. Zwei Menschen wurden mit ernsten Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht, nachdem sie in den Außenbezirken von Melbourne ihre Häuser retten wollten. Viele Wälder sind ausgedörrt und bieten den Flammen reichlich Nahrung. Der Wind trieb den Rauch auch über Australiens größte Stadt Sydney. Dort herrschten an drei aufeinanderfolgenden Tagen Temperaturen von mehr als 40 Grad - ein Hitzerekord. Im Nordosten des Landes machen dagegen Überschwemmungen den Menschen das Leben schwer.

Auch in Melbourne war es unerträglich heiß. Behörden warnten vor einer möglichen Wiederholung der Brände von 1983, bei denen 75 Menschen starben. Eine Flammenfront aus dem Bunyip National Park nördlich von Melbourne setzte 2000 Hektar in Brand, vernichtete mehrere Häuser, einen Golfclub und landwirtschaftliche Gebäude. Um weitere mutwillig gelegte Brände zu verhindern, schlossen die Behörden mehrere Nationalparks. „Wir sehen wahrscheinlich den schlimmsten Tagen dieser Saison entgegen“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Alle freiwilligen Feuerwehrhelfer des Bundesstaates New South Wales seien in Bereitschaft. In Adelaide sollten 10 000 Freiwillige und 11 Löschflugzeuge zum Einsatz kommen.

Im Nordosten kämpften die Helfer nach starken Regenfällen gegen die schwersten Überschwemmungen seit Jahrzehnten. Große Teile von Queensland - rund eine Million Quadratkilometer - sind betroffen. Dutzende Häuser sind zerstört. Weil viele Straßen überflutet sind, können große Rinderherden nicht mehr mit Futter versorgt werden, damit sind zehntausende Tiere in Gefahr. Ein weiterer Regentag könnte dazu führen, dass die Stadt Ingham evakuiert werden muss, hieß es in Medienberichten. Bürgermeister Pino Giandomenico sprach von einem „Desaster“.

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