Russland muss deeskalieren

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Inge Günther
Inge Günther (Foto: Roland Rasemann)
Schwäbische Zeitung
Inge Günther

Darin ist sich die Regierung Netanjahu mit dem Generalstab im Hauptquartier in Tel Aviv einig: Auf keinen Fall will man von Iran kontrollierte Stellungen jenseits der Golanhöhen tolerieren, die dem iranischen Mullah-Regime in einem kriegerischen Konflikt mit Israel enorme Vorteile verschaffen könnten. Das Bedrohungsszenario Nummer 1 der Israelis hat durch die Drohne an Aktualität gewonnen.

Und das umso mehr, als ihre Kampfjets bei den Vergeltungsschlägen auf eine harte syrische Flugabwehr stießen, die eine F-16-Maschine zum Absturz brachten. Bislang hatte Israels Luftwaffe wiederholt Waffendepots der Hisbollah in Syrien bombardiert, ohne dass das Assad-Regime aktiv zu intervenieren wagte. Zumal die Russen das israelische Vorgehen stillschweigend akzeptierten. Doch diesmal stellten sie sich hinter ihre Partner in Damaskus. Das macht die erste direkte militärische Konfrontation zwischen Israel und Iran zusätzlich brisant. Deeskalation ist vonnöten. Und die kann nur Moskau bewirken.

politik@schwaebische.de

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