Rechtsextreme überfallen Gewerkschafter

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Deutsche Presse-Agentur

Rechtsextremisten haben am Samstagabend auf einem Autobahn-Rastplatz in Ostthüringen eine Reisegruppe des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) überfallen. Fünf Mitglieder wurden nach Polizeiangaben verletzt, zwei von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Die 40 Mitglieder des DGB Hessen und der Linkspartei waren auf der Rückfahrt von einer Demonstration gegen einen Neonazi-Aufmarsch in Dresden. Eine Gruppe von Anhängern der rechten Szene, die auf ihrem Nachhauseweg denselben Rastplatz an der Autobahn 4 angesteuert hatte, beschimpfte die Gewerkschafter und griff sie an. Als die Polizei eintraf, verließ der Reisebus mit den Angreifern gerade den Parkplatz. Die Beamten stoppten die Gruppe wenig später und nahmen die Personalien von 40 Rechtsextremen auf. Der Staatsschutz übernahm Ermittlungen und Strafverfolgung.

In Dresden hatten am Samstag mehr als 10 000 Menschen mit Sternmärschen und Kundgebungen gegen Rechtsextremismus demonstriert. Der Protest wandte sich auch gegen einen Aufmarsch von etwa 6000 Neonazis aus dem ganzen Bundesgebiet und dem Ausland. Die Rechtsextremisten instrumentalisieren seit langem den Jahrestag der Bombardierung Dresdens Ende des Zweiten Weltkrieges.

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