Qualität der Altenheime soll verbessert werden

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Deutsche Presse-Agentur

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) will die Qualität der rund 10 000 Alten- und Pflegeheime in Deutschland verbessern. Dabei gehe es nicht nur um die eigentliche Pflege, die lediglich einen Teil des Wohlbefindens in den Heimen ausmache.

Das sagte Aigner am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin. Sie startete ein Heimverzeichnis, in dem bis 2010 alle Einrichtungen freiwillig aufgelistet werden sollen. „Hier gibt es eine objektive Messbarkeit.“ Gutachter sollen dabei die Selbstbestimmung, die Menschenwürde und das Qualitätsniveau untersuchen.

Eine Ministeriumssprecherin hatte am Vortag erklärt, getestet würden zum Beispiel die Größe der Wohnungen, persönliche Rückzugsmöglichkeiten und das Essen. Ziel des Projekts der Bundesinteressenvertretung der Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter und bei Behinderung (BIVA) ist ein Heimverzeichnis im Internet. Das Ministerium fördert das Vorhaben. Den Anfang machen nach BIVA-Angaben Pflegeheime in Schleswig-Holstein. Einen Testlauf gab es bereits für rund 100 Einrichtungen in Berlin, Brandenburg und Niedersachsen. Zur Pflegequalität sind in der Datenbank keine eigenen Erhebungen vorgesehen. Diese plant dagegen der Medizinische Dienst der Krankenkassen. Darin sollen Pflegeheime Schulnoten bekommen.

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