Prozess gegen den „Schuhwerfer von Bagdad“

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Deutsche Presse-Agentur

In der irakischen Hauptstadt beginnt heute der mit Spannung erwartete Prozess gegen den „Schuhwerfer von Bagdad“.

Aus Protest gegen die US-Politik im Irak hatte der irakische Fernsehreporter Muntasser al-Saidi Mitte Dezember bei einer Pressekonferenz in Bagdad seine Schuhe nach dem damaligen amerikanischen Präsidenten George W. Bush geworfen. Die Anklage lautet auf „Angriff auf ein ausländisches Staatsoberhaupt“, ein Straftatbestand, der noch aus der Ära des früheren Diktators Saddam Hussein stammt.

Damit drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft. Bush, der den Schuhen geschickt ausgewichen war, hat bisher keine Fürsprache für Al-Saidi eingelegt.

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