Politiker müssen sich jetzt Gedanken machen, wie sie Doppelbesteuerung verhindern können

Die Besteuerung der Renten mag für viele Senioren ärgerlich sein. Und doch ist sie eine logische Folge des Gleichbehandlungsgrun
Die Besteuerung der Renten mag für viele Senioren ärgerlich sein. Und doch ist sie eine logische Folge des Gleichbehandlungsgrundsatzes. (Foto: Mascha Brichta/dpa)

Für die heutigen Rentner dürften die Urteile des Bundesfinanzhofs eine Enttäuschung sein: Bei ihren Renten kommt es nur in seltenen Fällen zu einer Doppelbesteuerung. Sie bekommen also kein Geld vom Finanzamt zurück.

Doch von den obersten Finanzrichtern kam auch die deutliche Mahnung: Bei künftigen Rentnerjahrgängen sieht das anders aus, und zwar häufiger, als die Finanzverwaltung meint. Das ist eine klare Ansage an die Finanzpolitiker: Sie müssen sich jetzt schon Gedanken machen, wie die Doppelbesteuerung künftig vermieden werden kann.

Viele Senioren sind mit der Steuererklärung überfordert

Allerdings sollten sich auch Jüngere keine übertriebenen Hoffnungen machen: Betroffen sind an erster Stelle Selbständige, weil sie keinen Arbeitgeber haben, der ihnen die Hälfte der Beiträge zuschießt. Zudem kann nur Steuern sparen, wer auch viele Steuern zahlt.

Die Besteuerung der Renten mag für viele Senioren ärgerlich sein.

Und doch ist sie eine logische Folge des Gleichbehandlungsgrundsatzes: Auch Beamte müssen ihre Altersbezüge versteuern. Problematisch ist insbesondere, dass viele Senioren mit der Steuererklärung überfordert sind. Da muss sich die Politik mehr Vereinfachungen überlegen.

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