Piraten wollen 4,7 Mio. Euro Lösegeld Gas-Tanker

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Deutsche Presse-Agentur

Für den im Golf von Aden gekaperten deutschen Gas-Tanker „Longchamp“ verlangen die Piraten nach dpa- Informationen ein Lösegeld von sechs Millionen Dollar (4,7 Millionen Euro).

Diese Summe hätten die Seeräuber der Hamburger Reederei als erste Forderung übermittelt, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur dpa am Montag in Berlin. Ein Reederei-Sprecher wollte sich dazu auf Anfrage nicht äußern.

Die Entführer hatten den mit Flüssiggas beladenen 3500-Tonnen-Tanker am Donnerstag im Golf von Aden in ihre Gewalt gebracht, obwohl er in einem Verband fuhr und die indische Marine noch einzugreifen versuchte. Bei der Kaperung soll es den Informationen zufolge ein schweres Gefecht zwischen der indischen Marine und den Piraten gegeben haben. Zwei Piraten seien verletzt worden. Auch unter den 13 Besatzungsmitgliedern - zwölf Philippiner und ein Indonesier - soll es einen Verletzten geben. Er sei aber nicht in Lebensgefahr.

Der Kapitän soll sich angesichts der gefährlichen Fracht besorgt geäußert haben. Den Piraten habe er klargemacht, dass sie im Fall einer Berührung mit der Ladung innerhalb von einer Woche an Krebs erkranken und innerhalb von zwei Jahren daran sterben könnten. Ferner bestehe die Gefahr einer schweren Beschädigung des Schiffes, wenn Sauerstoff in die Spezialtanks geriete. Bei einem negativen Verlauf der Entführung bestehe Gefahr für Leib und Leben. Die Piraten sollen den Eindruck gemacht haben, das Schiff schnell loswerden zu wollen.

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