Patientin in Hamburg wegen Ebola-Verdacht isoliert

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Deutsche Presse-Agentur

Das Hamburger Universitätsklinikum hat eine Patientin wegen des Verdachts auf eine Ebola-Infektion isoliert. Eine Gefahr für die Bevölkerung sei ausgeschlossen, teilte das Klinikum am Dienstag mit.

Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt. Die Klinik will sich noch am Mittag zu dem Fall auf einer Pressekonferenz äußern.

Das in Afrika vorkommende Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Es führt in 50 bis 80 Prozent der Fälle zum Tod. Trotz intensiver Forschung gibt es weder eine vorbeugende Impfung noch ein Heilmittel.

Das Virus wird nach Angaben des Berliner Robert Koch-Instituts hauptsächlich durch direkten, engen Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen, wahrscheinlich über bluthaltige Körpersekrete. Nach einer Inkubationszeit von zwei Tagen bis drei Wochen führt die Krankheit meist zu Fieber und inneren Blutungen (hämorrhagisches Fieber), die Mehrheit der Patienten stirbt an Lungenversagen und Kreislaufschock.

Das Regenwald-Virus, das zuerst am Ebola-Fluss im Kongo auftauchte, lässt sich im Blut, Urin und Rachensekret nachweisen. Schon der Verdacht auf eine Erkrankung ist in Deutschland meldepflichtig.

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