Paar aus den Niederlanden im Jemen entführt

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Deutsche Presse-Agentur

Im Jemen ist am Dienstag ein Ehepaar aus den Niederlanden entführt worden. Aus Sicherheitskreisen hieß es, bewaffnete Angehörigen des Al-Seradsch-Clans hätten die Ausländer in einem südlichen Vorort der Hauptstadt Sanaa verschleppt, rund 15 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.

Der Gouverneur von Sanaa, Noman Duwaid, erklärte, die Kidnapper hätten die Geiseln in das Stammesgebiet der Bani Dhabian in einer unwegsamen Bergregion 80 Kilometer östlich der Hauptstadt verschleppt. Im Jemen werden häufiger Ausländer entführt. Allerdings ereigneten sich die Entführungen bislang meist in Regionen, die weiter von der Hauptstadt entfernt liegen.

Im Januar war ein deutscher Ingenieur in Schabwa rund 570 Kilometer von Sanaa entfernt verschleppt worden. Der 56-Jährige, der für ein Gaspipeline-Projekt arbeitete, kam nach drei Tagen frei. Meist versuchen jemenitische Stämme durch Entführungen Forderungen gegenüber der Regierung durchzusetzen oder Angehörige freizupressen.

Mitte März hatte ein Selbstmordattentäter in der Provinz Hadramaut vier südkoreanische Touristen getötet. Nach dem Anschlag, auf den kurz darauf noch ein zweites fehlgeschlagenes Selbstmordattentat auf die Angehörigen der Opfer gefolgt war, tauchte ein Bekennerschreiben des Terrornetzwerks El Kaida auf.

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