Obama: G20 müssen Einigkeit demonstrieren

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Deutsche Presse-Agentur

US-Präsident Barack Obama erwartet vom anstehenden G20-Gipfel der führenden Wirtschaftsmächte eine „Botschaft der Einigkeit“. Das Treffen der Staats- und Regierungschefs der G20 in London werde den Rahmen für die Erholung der Weltwirtschaft bilden.

Jeder G20-Staat müsse Schritte unternehmen, um das Wirtschaftswachstum und den Handel zu fördern, sagte Obama mit Blick auf Konjunkturanreize und den Kampf gegen Marktabschottung in einem Interview der „Financial Times“.

In der Diskussion um zusätzliche Konjunkturpakete, bei der die USA und Teile Europas zuletzt uneins waren, wandte sich Obama gegen eine einseitige Debatte. Es gehe nicht um einen „Entweder-Oder“-Ansatz, sondern um eine „Sowohl-als-auch“-Lösung. „Wir brauchen einen Stimulus, und wir brauchen Regulierung.“ Aber jedes Land habe seine eigenen Hemmnisse, seinen eigenen politischen Rhythmus. „Wir möchten sicherstellen, dass jeder etwas unternimmt, jeder erkennt, dass es hier Fortschritte geben muss und dass wir gewappnet zum Einschreiten sind, falls sich die bisherigen Maßnahmen als ungeeignet erweisen.“

Obama warb dafür, die Probleme der Bankenlandschaft und der Finanzmärkte zu beheben, indem Lösungen für faule Wertpapiere gefunden und die Banken mit genug Kapital ausgestattet werden. Zudem müsse es eine Regulierungs-Reform geben, um neuerliche Wirtschaftskrisen zu verhindern. „Dafür muss jedes Land die Initiative ergreifen, aber es sind auch grenzüberschreitende Abstimmungen notwendig.“ Ferner sprach sich Obama dafür aus, Finanzinstitutionen wie den Internationalen Währungsfonds besser auszustatten, um aufstrebenden Märkten und Entwicklungsländern in wirtschaftlichen Notlagen helfen zu können.

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