Nordkorea stellt neue Mittelstreckenraketen auf

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Deutsche Presse-Agentur

Die Streitkräfte des kommunistischen Nordkorea haben nach südkoreanischen Angaben neuartige Mittelstreckenraketen stationiert, die die US-Pazifikinsel Guam erreichen können.

Die neu entwickelten Raketen könnten einen 650 Kilogramm schweren Sprengkopf 3000 Kilometer weit tragen, hieß es in einem Bericht des Verteidigungsministeriums in Seoul . Damit lägen neben Japan und Guam auch die nördliche Spitze Australiens sowie große Teile Chinas, Indiens und Russlands in Reichweite der Raketen.

Die Aufstellung der Raketen sei im vergangenen Jahr abgeschlossen worden, hieß es in dem sogenannten Verteidigungs-Weißbuch. Unklar blieb, wie viele oder an welchen Stellen Nordkorea die Raketen aufgestellt haben soll. Das Raketenprogramm Nordkoreas gilt neben der Entwicklung des Landes von Atomwaffen als Bedrohung in der Region. Dem Bericht aus Seoul zufolge hat Nordkorea 40 Kilogramm waffentaugliches Plutonium produziert.

Nach südkoreanischen Angaben bereitet Nordkorea derzeit den Test einer Langstreckenrakete des Typs Taepodong-2 vor. Diese Rakete kann nach Einschätzung des amerikanischen Militärs bei technischem Fortschritt einen Atomsprengkopf bis nach Alaska befördern. Nordkorea hat in den vergangenen Wochen seine kriegerischen Drohungen gegen Südkorea verstärkt. Der Regierung in Seoul unterstellt Nordkorea eine Konfrontationspolitik. Wiederholte Dialogangebote Seouls schlug die Führung in Pjöngjang aus.

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