Nordkorea lässt neues Parlament wahlen

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Deutsche Presse-Agentur

Im kommunistischen Nordkorea sind am Sonntag Wahlen zur Obersten Volksversammlung abgehalten worden. Bis zum Mittag (Ortszeit) hätten mehr als 71 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, berichteten die staatlich kontrollierten Medien des Landes.

Nach südkoreanischen Angaben wird damit gerechnet, dass die Liste mit den neuen Deputierten für die 12. Oberste Volksversammlung am Montag veröffentlicht wird. In einem vom Militär beherrschten Wahlbezirk hatte sich auch Machthaber Kim Jong Il erneut als Kandidat registrieren lassen.

Die Wahl galt als überfällig, nachdem die fünfjährige Legislaturperiode des Parlaments bereits vor einem halben Jahr abgelaufen war. Es wird vermutet, dass die Wahl wegen einer Erkrankung Kims verschoben wurde. Die Wahl gilt in Südkorea deshalb als Anzeichen dafür, dass der 67-jährige Kim wieder einigermaßen genesen ist. Er soll im August einen Schlaganfall erlitten haben.

Nach Medienberichten ist wahrscheinlich auch Kims jüngster Sohn, Jong Un, Wahlkandidat. Sein Einzug ins Parlament wäre ein mögliches Anzeichen dafür, dass er als Nachfolger seines Vaters aufgebaut wird. Die Wahl ist laut Beobachtern eine Formalität. Die Wähler können nur mit „Ja“ oder „Nein“ für einen Kandidaten stimmen, der von der Arbeiterpartei nominiert wurde. Bei den Wahlen in der Vergangenheit vermeldeten die nordkoreanischen Medien eine Zustimmungsrate von 100 Prozent.

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