Nichts Neues aus Zuffenhausen

Kundschaft? Porsche trifft auf mobile Radarfalle.
Kundschaft? Porsche trifft auf mobile Radarfalle. (Foto: M. Weber/IMAGo images)
Schwäbische Zeitung

Stimmt schon, die Bundestagswahl war recht spannend. Die sensationellste Nachricht dieser Tage kommt aber aus Stuttgart-Zuffenhausen. Porsche-Chef Oliver Blume hat sich nämlich Gedanken über die Zukunft der Mobilität auf deutschen Straßen gemacht und ist zu folgender Erkenntnis gelangt: „Ich bin gegen ein Tempolimit an Stellen, an denen man sicher fahren kann, ohne andere Menschen zu gefährden.“ Außerdem sagte er der „Welt“: „So wie viele Porschefahrer und auch viele meiner Kollegen im Unternehmen sehe ich die Tempofreiheit in Deutschland als eine persönliche Freiheit an.“ Holla die Waldfee! Das hätte jetzt wahrlich niemand vermutet. Den Kollegen der „Welt“ sei angeraten, vielleicht auch noch eine Umfrage zum Tempolimit unter treuen Anhängern der Marken Lamborghini und Ferrari durchzuführen.

Generell ließe sich daraus eine Serie machen. Wir hätten hier ein mögliches Schlagzeilen-Sammelsurium. Zum Beispiel: Tesla-Vorstand zeigt sich begeistert über Pläne für sofortiges Verbrennerverbot. Oder: „Ich bin ganz klar gegen den Veggie-Day in den Kantinen der Republik“, erklärt der Vorsitzende des Deutschen Fleischer-Verbands. Oder der absolute Kracher: Chef der Lokführer-Gewerkschaft kündigt Streiks an. Und die allergrößte Sensation: Deutsche Umwelthilfe klagt – gegen irgendeinen Autokonzern wegen irgendeinem feinen Staubkorn.

Aber es kann nicht alles überraschend sein. Wobei, wehren würden wir uns nicht gegen „Boris Palmer legt Schweigegelübde ab“, „Boris Becker erhält Grimme-Preis“ oder „Boris Johnson war beim Friseur“. (jos)

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