Neuer Luxusliner manövriert Richtung Nordsee

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Deutsche Presse-Agentur

Die Überführung des neuen Kreuzfahrtschiffes „AIDAluna“ von Papenburg nach Emden hat am Samstag begonnen. Gegen 12.10 Uhr wurden die letzten Taue am Dock der Meyer Werft gelöst und der Luxusliner setzte sich langsam in Bewegung.

Er soll am Abend das Emssperrwerk in Gandersum erreichen und in der Nacht am Zielort Emden ankommen. Das Schiff absolvierte die Emspassage wegen der besseren Manövrierfähigkeit im Rückwärtsgang. Zwei Schlepper waren zur Unterstützung des Manövers eingesetzt. Der Ozeanriese wurde über die rund 40 Kilometer lange Strecke zwischen Papenburg und Emden von der Lotsenbrüderschaft Emden gesteuert. Die Fahrt war am computergestützten Simulator im niederländischen Wageningen zuvor trainiert worden.

Um das 252 Meter lange und rund 32 Meter breite Schiff überhaupt von Papenburg im Binnenland nach Emden fahren zu können, musste die Ems zuvor aufgestaut werden. Dazu sperrte Niedersachsen bereits am Vorabend die Tore des Emssperrwerks bei Gandersum. Dabei sei das Hochwasser der Nordsee genutzt worden, sagte ein Sprecher des Landes. „Wir haben sozusagen die Hochwasserwelle eingefangen.“. Zusammen mit dem vom Oberlauf der Ems heranströmenden Wasser wurde so der Wasserstand auf 2,35 Meter über Normal Null erhöht.

Die „AIDAluna“ ist das dritte von insgesamt sechs Kreuzfahrtschiffen, die die Papenburger Meyer Werft bis 2012 für die Rostocker Reederei AIDA Cruises baut. Der Ozeanriese wird am 16. März an AIDA übergeben. Zuvor muss das Schiff in Emden zu Ende ausgerüstet werden und einige Testfahrten in der Nordsee absolvieren.

Die Jungfernfahrt startet am 22. März in Hamburg und führt über den Ärmelkanal nach Le Havre und an der iberischen Halbinsel vorbei nach Mallorca. Dort wird die „AIDAluna“ am 4. April von Topmodel Franziska Knuppe getauft. Für den 8. Mai ist der Erstanlauf von Rostock-Warnemünde vorgesehen. Von hier aus geht es ins Baltikum.

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