Mazedonier wählen neues Staatsoberhaupt

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Deutsche Presse-Agentur

In Mazedonien haben die Präsidentschaftswahlen begonnen. In Umfragen liegt Georgi Ivanov von den regierenden Konservativen klar vorne. Da er jedoch nicht die vorgeschriebene absolute Mehrheit erreichen dürfte, wird es in zwei Wochen zur Stichwahl kommen.

Nach den Umfragen dürfte dann der Albaner Imer Selami sein Gegner sein. Die zentrale Frage dieser Wahl ist ihr Verlauf. Die faire und demokratische Organisation der Abstimmung soll beweisen, dass der kleine Balkanstaat mit seinen 1,8 Millionen Wahlberechtigten reif ist für die weitere Annäherung an die Europäische Union (EU). Die letzten Parlamentswahlen im vergangenen Sommer mussten wegen gewalttätiger Auseinandersetzungen zum Teil wiederholt werden.

In Mazedonien leben auf einer Fläche fast so groß wie Brandenburg 2,1 Millionen Menschen. Knapp 30 Prozent von ihnen sind Albaner, die große Mehrheit stellen die slawischen Mazedonier. 2001 war es zwischen den beiden Völkern zu bürgerkriegsähnlichen Unruhen gekommen, die durch EU-Vermittlung mit einer Aufwertung der Albaner-Rechte beigelegt wurde.

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